Pressemitteilungen
- Bundesparteitag: Die SPD wird wieder sozialdemokratischer (31.10.2007)
- Politiker informieren sich über soziale Arbeit in Herzogsägmühle(10.10.2007)
- MdB Klaus Barthel und Dr. Friedrich Zeller auf der ORLA (4.10.2007)
- Ausflug der Kreis-AsF nach Schongau mit Stadtführung durch BM Dr. Zeller(22.09.2007)
- Jugendherberge für Schongau? (22.08.2007)
- Bürgermeister Zeller will Weinreben aus Colmar anpflanzen (12.08.2007)
- SPD Gipfeltreffen auf dem Schlossberg (16.07.2007)
- Erinnerungstreffen mit verdienten SPD Genossinnen und Genossen auf dem Hohenpeißenberg (09.07.2007)
- Beitrittswunsch des Mittelzentrums Schongau-Peiting zur Initiative Europäische Metropolregion München (EMM) - Antwort aus München (05.07.2007)
- Antrag zur Energiewende (29.06.2007)
- Vernetzung des Großraums München auch für Region Schongau-Peiting international und national nutzen
- Gespräch zwischen SPD Kreistagsfraktion und dem BLSV Sportkreis 16 WM-SOG (19.05.2007)
- Festveranstaltung 30 Jahre Weißer Ring (19.05.2007)
- Erfrischender Auftakt im neuen SPD Regionalbüro (06.05.2007)
- Reaktionen der CSU auf SPD-Landratskandidaten
Pressespiegel
- Bundesparteitag: Müntefering
hat das Herz erreicht
(Stern online, 27.10.2007) - Mit dem Roller auf Wahlkampftour (8.9.2007) (PDF-Datei 300 kb)
- Resolution zur Energiewende: Einigung in letzter Minute (24.7.2007)
- SPD nominiert Landratskandidaten: 100 Prozent für Zeller (23.7.2007)
- Kommentar: Aufbruch bei der SPD. (23.7.2007)
- Amtlich: Gerbl wirft seinen Hut in den Ring (5.2.2007)
- Von Hohenfurch nach Schongau?
Gerbl als SPD-Kandidat im Gesprach (31.1.2007) - Braun über Zeller: "Ich bin der Bessere"
Landrat gibt sich optimistisch – Spannende Wahl erwartet (31.1.2007) - Zeller gibt Bürgermeisteramt auf und fordet Landrat Braun heraus
SPD stellt Kandidaten vor - Lob für "mutige Entscheidung" (30.1.2007) - Wechsel an der Spitze: Jutta Geldsetzer führt Peißenberger SPD (30.1.2007)
- SPD-Neujahrsempfang in Weilheim (22.1.2007)
Pressemitteilungen
Politiker informieren sich über soziale Arbeit in Herzogsägmühle
Aktion Rollentausch:
Herzogsägmühle (sk) – Nachdem Regierungspräsident Christoph Hillenbrand im September den Auftakt gemacht hatte, war in der vergangenen Woche Schongaus Bürgermeister Dr. Friedrich Zeller anlässlich der Aktion Rollentausch im Herzogsägmühler Geschäft lebensmittel.punkt in der Schongauer Altstadt zu Gast. Noch im Oktober werden Michael Asam, Bürgermeister von Peiting, und Karl Graf, Bürgermeister von Hohenpeißenberg, die Möglichkeit nutzen, sich in einer Wohngruppe der Jugendhilfe und den Herzogsägmühler Werkstätten einzubringen.
Die Aktion Rollentausch, zu der das Diakonische Werk gemeinsam mit den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und dem bayerischen Staatsministerium bayernweit aufgerufen hat, lädt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft ein, in sozialen Einrichtungen zu hospitieren. Im Gegenzug besuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sozialen Einrichtungen Unternehmen der freien Wirtschaft.
Bereits im September hatte sich Regierungspräsident Christoph Hillenbrand in Herzogsägmühle zu einem Besuch angemeldet. Nach einer kurzen Begrüßung durch Wilfried Knorr, Direktor von Herzogsägmühle, besuchte der Regierungspräsident morgens um 7 Uhr eine Wohngruppe der Jugendhilfe in Peiting. Nachdem die Jugendlichen zur Schule oder zum Ausbildungsplatz in Herzogsägmühle abgefahren waren, informierte sich Hillenbrand in der Schule zur Erziehungshilfe und traf einige Jugendliche noch einmal an ihrem Ausbildungsplatz.
In der vergangenen Woche nutzte Dr. Friedrich Zeller, Bürgermeister der Stadt Schongau, die Gelegenheit, in einem Laden von Herzogsägmühle in der Schongauer Altstadt hinter die Kulissen zu schauen: am Freitag Mittag verkaufte er im lebensmittel.punkt Leberkässemmeln. "Durch das Geschäft wird die Altstadt gestärkt, darum bin ich sehr froh äber diese Initiative von Herzogsägmühle", so Dr. Zeller. Nach einem Besuch im Schongauer Kinderhort war dies bereits sein zweiter Einsatz für die Aktion Rollentausch. "Während meiner Wehrdienstzeit habe ich zwölf Monate im Offizierskasino gearbeitet", erklärte der Bürgermeister, der offensichtlich keine Scheu davor hatte, gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Hilfeberechtigten von Herzogsägmühle die Kunden zu bedienen.
"Für soziale Einrichtungen wie auch für die Politiker ist der Austausch anlässlich der Aktion Rollentausch sehr wichtig", betont Wilfried Knorr, Direktor von Herzogsägmühle. "So können politische Entscheidungsträger vor Ort sehen, was getan wird und was für die Arbeit mit Menschen mit den verschiedensten Beeinträchtigungen nötig ist."
Herzogsägmühle, den 10. Oktober 2007
Oberland Ausstellung
Klaus Barthel, MdB, besucht Oberland Ausstellung gemeinsam mit dem SPD Landratskandidaten Dr. Friedrich Zeller
Der SPD Landratskandidat Dr. Friedrich Zeller, der Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel, Kochel, und interessierte SPD Mitglieder besuchten am vergangenen Dienstag die Oberland Ausstellung in Weilheim. Treffpunkt war Halle H, wo der Bauernverband, die Kreisbäuerin und die Vertreter der Deutschen Milchviehwirtschaft (BDM) deutliche Worte an die Politiker richteten. Beide Repräsentanten waren sich in der Forderung einig, dass nicht globale Konzerne den Milchpreis bestimmen dürften, sondern dass den Erzeugern faire Preise gezahlt werden müssten, damit weiterhin die gute Qualität der heimischen Produkte gewährleistet werden kann.
Am Stand der Solidargemeinschaft Weilheim-Schongauer Land ließ es sich Dr. Zeller nicht nehmen, einen Präsentkorb mit Waren aus der Region zu kaufen: "... dann habe ich endlich mal was Handfestes für meine Familie, wenn ich nachher nach Hause komme!". Das sollte gleichzeitig als Appell verstanden sein, ihm nach zu tun und damit die Solidargemeinschaft in ihrem Anliegen zu unterstützen.
Klaus Barthel, MdB, machte deutlich, dass er sich auch weiterhin vehement in Berlin für die gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzen wird. "Gentechnik im Essen – da mach ich nicht mit", so sein deutliches Urteil.
Kreis-AsF Weilheim-Schongau
Unterwegs mit der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen
Die Kreis-AsF(Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) Weilheim-Schongau war wieder unterwegs. Eine Gruppe von über 30 Genossinnen, Genossen und Gästen nahm an der Stadtführung durch Schongau teil. Bürgermeister und Landratskandidat Dr. Friedrich Zeller empfing die Teilnehmer um die Kreis-AsF Vorsitzende Jutta Geldsetzer im ehrwürdigen Sitzungssaal des Rathauses zur Begrüßung. Im Anschluss zeigte er anhand des wandgroßen Gesamtbildes von Schongau in seinem Amtszimmer, wie sich die von Römern gegründete Stadt im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und gewandelt hat. Eine besondere Ehre für die Gruppe war die fast private Führung durch den Polizeidienerturm, den die Stadt restauriert hat und der dabei einiges über seine Funktionen im Lauf der Zeit preisgegeben hat. Nach einer Stippvisite im Klosterhof und in der Stadtpfarrkirche, beendete Dr. Zeller die Führung. Die Kreis-AsF Vorsitzende Jutta Geldsetzer wünschte ihm für sein weiteres Ziel, Landrat im Kreis WM-SOG zu werden, alles Gute und damit er dabei immer guten Fußes unterwegs sei, übergab die Kreis AsF ihm ein Fußßbad und eine Fuß-Entspannungscreme – sicher notwendig für das anspruchsvolle Programm in den nächsten Monaten.
Die Teilnehmer entspannten sich dann auf ihre Weise, beim Weißßbier oder Eis im Ballenhaus, dem Zentrum Schongaus.
Geeignetes Konzept gesucht
Kommt eine Jugendherberge nach Schongau?
Die Jugendherberge in Füssen ist ständig ausgebucht und auch in Oberammergau ist die Jugendherberge oft belegt. Deshalb suchen Kommunalpolitiker aus dem Raum Schongau und das Jugendherbergswerk Bayern einen Standort für ein neues Haus in Schongau und Umgebung. "Für unsere Stadt wäre es eine große Chance, ja regelrecht ein Magnet, wenn wir hier eine Jugendherberge hätten", beschreibt der Schongauer Bürgermeister, Dr. Friedrich Zeller, das zukünftige Ziel. Die Herberge sollte ca. 100 Betten umfassen und sowohl für Familien mit Kindern als auch für Schulklassen optimale und zugleich preiswerte Übernachtungen bieten. Die Vorstände des Deutschen Jugendherbergswerkes in Bayern, Wilfried Holterman und Michael Göß, haben Bürgermeister Zeller eingeladen, das neue Herbergskonzept in Garmisch-Burgrain zu besichtigen. Gemeinsam mit Vertretern der Umlandgemeinden und Touristikern wurde nun die dortige neu renovierte und mit Seminarräumen angebaute Jugendherberge angeschaut. Mit Hotelcharakter aber zu günstigen Preisen können Gruppen ebenso wie Familien und Einzelreisende im Werdenfels Natur erleben, Bergsteigen gehen oder im Winter Ski fahren. Auf 52 Schlafräume sind 203 Betten aufgeteilt. Die Unterkünfte sind hell und modern ausgestattet, die zahlreichen Hobby- und Spielräume laden Kinder ein, auch bei schlechtem Wetter gute Laune zu haben. Teil des Konzeptes ist der so genannte alpine Studienplatz, der von einem Erlebnispädagogen geleitet wird. Besucher der Herberge werden mit Fauna und Flora der Alpen vertraut gemacht sowie über Umweltschutz und sanften Tourismus aufgeklärt.
Das Deutsche Jugendherbergswerk ist anerkannter Träger der öffentlichen Jugendhilfe und bietet deshalb in jeder Jugendherberge pädagogisch wertvolle Aktivitäten. Für die in Aussicht genommene Jugendherberge in Schongau könnte das Lernmotto lauten: "Kultur und Natur im Pfaffenwinkel". Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl aus Hohenfurch schlägt vor, den Herbergsplan mit der Initiative Auerbergland abzusprechen, denn durch ein überzeugendes Konzept könnten eventuell EU-Fördermittel in Anspruch genommen werden. Das Schongauer Land bietet für Besucher der angedachten Jugendherberge beste Voraussetzungen, um im Nahbereich mit dem Fahrrad interessante Ziele zu erkunden; sei es der Lebensraum Lechtal, die Via Claudia oder die zahlreichen Kirchen und Klöster.
Neben dem auszuwählenden Standort muss vor allem die Finanzierung abgeklärt werden, da eine Jugendherberge mittlerer Größe ohne Drittmittel für die Stadt und das Jugendherbergswerk nicht zu stemmen sein wird. Der erste Schritt ist mit dem Besuch in Garmisch gemacht. Nun sollen Häuser besichtigt werden, die dem kleineren Format, das in Schongau realisiert werden könnte, eher entsprechen.
Im Innenhof der Jugendherberge Garmisch-Burgrain ist ein Steingarten angelegt, der Kinder zum Herumtollen anregt. Andere sitzen lieber; hier im Bildvordergrund: Hans Hartung (Tourismusverein Schongau) und Bürgermeister Dr. Friedrich Zeller. In der hinteren Reihe Kurt Konrad (Stadtverwaltung Schongau) Karl-Heinz Gerbl (Bürgermeister von Hohenfurch) sowie Andrea Deibler (Tourismusverein Peiting); flankierend links und rechts außen: Wilfried Holterman und Michael G&;oml;ßl vom Jugendherbergswerk Bayern.
Bürgermeister Zeller will Weinreben aus Colmar anpflanzen
Neue Ideen für den Stadtgraben in Schongau
Ob in Schongau Wein angebaut werden kann, und wie dieser dann schmeckt, darüber macht sich der Bürgermeister der Stadt Schongau Gedanken. Weil die Stadt die Flächen am Südhang der Altstadt neu gestalten will, hat Dr. Friedrich Zeller die Bürgerschaft dazu aufgerufen, Ideen für eine neue Gestaltung der Grünfläche am Sonnengraben zu entwickeln. Die Stadt konnte in jüngster Zeit weitere Flächen am Stadtgraben (beim Polizeidienerturm) kaufen und hat somit mehr Spielraum für neue Ideen.
Am Stadtgraben einen Weinberg anzulegen, ist einer der neuen Wünsche:
"Was in Penzberg wächst, wird auch in Schongau gedeihen", stellt Zeller bei einem Besuch des Penzberger Weinanbaugebietes fest. Noch unter Altbürgermeister Kurt Wessner wurde am Südhang der Alten Berghalde ein kleiner Weinberg angelegt, der mit Rebstöcken der französischen Partnerstadt Lagon bestückt ist. Hans Mummert, jetziger Bürgermeister von Penzberg, ist überzeugt, dass das Penzberger Weinprojekt überall im Oberland verwirklicht werden kann, wo es ein windstilles, nach Süden ausgerichtetes Fleckchen Erde gibt. "Seit 1985 wächst hier bester französischer Wein", so Mummert, wobei er sich beim Wörtchen "bester" ein Schmunzeln nicht verkneifen kann.
Weil Schongau mit der elsässischen Stadt Colmar verschwistert ist, sollten nach Zellers Ansicht Reben aus dem Weingut der Stadt Colmar verwendet werden. Ein Markenname ist auch schon im Gespräch: "Schongauer Sonnengraben" soll das kostbare Produkt heißen. So nämlich bezeichnen die Schongauer Bürger die Aussichtsterrasse südlich der Stadtmauer, die einen herrlichen Blick auf das Lechtal und die Alpenkette freigibt. Bis zum ersten guten Tropfen ist es freilich noch ein weiter Weg. Denn zunächst wird ein Hobby-Winzer gesucht, der bereit ist, an dem Vorhaben mitzuwirken. In Penzberg gibt es den glücklichen Umstand, dass der Inhaber der renommierten Weinhandlung Himmelstoss seit Jahren den Weinberg betreut. Der Weinhändler, Andreas Herold, ist nämlich zugleich Winzer und Weinbauingenieur.
Sollte aus dem Weinberg in Schongau nichts werden, sind weitere Ideen herzlich willkommen, wie die Grünflächen am Sonnengraben aufgewertet werden könnten. Anregungen können beim Schongauer Stadtbauamt oder bei Bürgermeister Dr. Zeller im Rathaus eingereicht werden.
Bildunterschrift
Dr. Friedrich Zeller, Bürgermeister der Stadt Schongau, besucht gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Dominic R. Scales die Penzberger Berghalde. Nun soll geprüft werden, ob auch in Schongau ein Weinberg angelegt werden kann.
SPD Gipfeltreffen auf dem Schlossberg
Am vergangenen Samstag (14.07.) trafen sich auf Einladung des SPD Ortsvereins Peiting die SPD Mitglieder aus Peiting, Schongau und der Umgebung zu einem Gipfeltreffen auf dem Schlossberg. In wunderschöner, geschichtsträchtiger Umgebung und mit Blick auf das Ammergebirge wurden bei Bier und Leberkäse politische Themen diskutiert, aber auch das Miteinander in privater Atmosphäre genossen.
Ein bürgermeisterlicher Erfahrungsaustausch in luftiger Höhe und fernab der Amtsstuben war ganz nach dem Geschmack der Bürgermeister Dr. Friedrich Zeller (Schongau), Michael Asam (Peiting), Karl-Heinz Gerbl (Hohenfurch) sowie der Peißenberger Bürgermeisterkandidatin Manuela Vanni.
Erinnerungstreffen mit verdienten SPD Genossinnen und Genossen auf dem Hohenpeißenberg
Einladung des SPD Kreisvorstandes WM-SOG auf den Hohenpeißenberg
Alte Genossinnen und Genossen miteinander ins Gespräch zu bringen und sie mit ihren Erfahrungen in die aktive politische Arbeit einzubinden, das war das Anliegen des Schongauer Bürgermeisters Dr. Friedrich Zeller und des Vorstandes der Kreis SPD WM-SOG. Die Einladung zum Gedankenaustausch ließen sich ca. 40 verdiente Parteifreunde nicht nehmen und folgten dem Ruf.
Der gemeinsame Nachmittag auf dem Bayerischen Rigi diente nicht nur dem Nacherleben alter Zeiten. Die jung-gebliebenen SPDler, darunter auch der ehemalige Landtagsabgeordnete Dr. Sepp Klasen, appellierten an die heute Aktiven, wie die anwesenden Bürgermeister von Peiting, Michael Asam, und Huglfing, Bernhard Kamhuber, im Einsatz nicht nachzulassen und die Erfahrungen der "Alten" zu nutzen. Das Resümee des Nachmittags war, so die einhellige Meinung, es lohnt sich, miteinander zu reden, Erfahrungen auszutauschen und sich für den anstehenden Wahlkampf gegenseitig zu unterstützen.
Beitrittswunsch des Mittelzentrums Schongau-Peiting zur Initiative Europäische Metropolregion München (EMM)
Antwort aus München durch den Vorsitzenden des Sprecherrates OB Christian Ude
In seiner Antwort an die Bürgermeister von Schongau, Dr. Friedrich Zeller, und von Peiting, Michael Asam, hat Oberbürgermeister Christian Ude befürwortet, dass Schongau und Peiting an der Europäischen Metropolregion München beteiligt werden sollen. Asam und Zeller hatten Ende Mai bei der Landeshauptstadt vorgeschlagen, dass das Mittelzentrum am Lech an der Zukunft der Metropolregion mitarbeiten könnte. Neben grundsätzlichen Informationen über die Arbeit, Struktur und Organisation der EEM erging von OB Ude auch eine Vorabeinladung an die beiden Bürgermeister, Ende November zur Metropolkonferenz der Initiative nach Augsburg zu kommen. Die Bürgermeister Michael Asam und Dr. Friedrich Zeller werden nun weitere Schritte bzw. Handlungsfelder ausloten, um ihre Kommunen in die konkrete Projektarbeit einzubinden und so zur Vernetzung der beteiligten Kommunen, Wirtschaftskammern, Unternehmen sowie der Bayerischen Staatsregierung beitragen. "Wir müssen unbedingt bei der Arbeitsgruppe Wirtschaft dabei sein, denn da spielt die Musik", so Michael Asam, der zugleich Bezirksrat von Oberbayern ist. Außer "Wirtschaft" gibt es die Arbeitsgruppen "Umwelt und Gesundheit", "Wissen" sowie "Mobilität". Ziel der EEM ist es, den Großraum München wirtschaftlich weiter zu stärken und auf die europäische Wirtschaftspolitik Einfluss zu nehmen. Augsburg, Ingolstadt und Rosenheim sind weitere Städte, die der Metropolregion angehören Langfristig soll auch das Mittelzentrum Schongau-Peiting durch diesen Zusammenschluss wirtschaftlich profitieren.
Antrag zur Energiewende
Zeller fordert Landrat Braun auf: "Initiativkreis Energiewende muss zur Sitzung geladen werden"
Der Bürgermeister von Schongau will Bewegung in die Frage der Energiewende bringen: Dr. Friedrich Zeller, der zugleich Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag ist, fordert Landrat Braun auf, die Vertreter des Initiativkreises Energiewende zur nächsten Sitzung des Kreisausschusses zu laden und dort zu Wort kommen zulassen. Sollte es soweit kommen, hätten Marcus Reichenberg, Karl-Heinz Grehl und Dieter Kraus von der Agenda 21 am 9. Juli ihren großen Auftritt vor dem Kreisausschuss, der nach Zellers Worten noch durch die Kreisräte des Ausschusses Ländlicher Raum, Natur- und Umweltschutz ergänzt werden soll. Der SPD-Mann und Herausforderer des jetzigen Amtsinhabers Luitpold Braun will, dass nicht über die Agenda 21 und deren ehrenamtliche Fachleute geredet wird, sondern mit ihnen. Die SPD, so Dr. Zeller weiter, lehnt den von CSU und den Unabhängigen entworfenen Resolutionsentwurf ab, da er alles und nichts beinhalte. Außerdem sei er nicht mit Vertretern der Agenda 21 abgeglichen worden. Die SPD setzt weiterhin darauf, dass der Kreistag, der am 20.07.2007 zusammen treten soll, die Resolution des so genannten Wieser Umweltgipfels beschließt. Darin war eine alternative Energiewende im Landkreis bis zum Jahre 2035 gefordert worden.
Erst wenn durch die Resolution ein klares Ziel (nämlich eine komplette Energiewende und das Jahr 2035 als Zeitpunkt) vorgegeben sei, sollten konkrete Maßnahmen diskutiert werden. Die CSU verstehe es nach Zellers Ansicht geschickt, das eigentliche Ziel der Energiewende zu verschleiern, indem kleine wünschenswerte Maßnahmen, wie die Beschaffung eines ökofreundlichen Autos, in den Vordergrund geschoben würden. "Wir müssen den Sachverstand der Agenda-Leute nutzen, anstatt im stillen Kämmerlein ein Wischi-Waschi-Programm zu entwerfen," verdeutlicht Dr. Zeller die Position seiner SPD im Kreistag.
Vernetzung des Großraums München auch für Region Schongau-Peiting international und national nutzen
Bezirksrat und Bürgermeister von Peiting Michael Asam und der Schongauer Bürgermeister Dr. Friedrich Zeller - wollen den Beitritt des Mittelzentrums Schongau-Peiting zur Initiative Europäische Metropolregion München (EMM)
Anfang Mai startete auf Einladung des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude eine gemeinsame Initiative verschiedener Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister kreisfreier Städte und Landräk;te des Großraums München, die den Großraum München auch für die Zukunft als interessante und florierende Region Deutschlands aufrechterhalten wollen. Die Vernetzung mit dem Ziel gemeinsam stark zu sein, wird außerdem von Wirtschaftskammern und Unternehmen sowie der Bayerischen Staatsregierung unterstützt und trägt den Namen: Europäische Metropolregion München (EMM). Alle Beteiligten wollen mit dieser Kräftebündelung die Wirtschaftskraft und die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft erhalten und gewährleisten.
Bezirksrat Michael Asam und Bürgermeister Dr. Friedrich Zeller haben in einem gemeinsamen Schreiben an den Münchner Oberbürgermeister das Interesse ihrer beiden Gemeinden Peiting und Schongau bekundet, diesem Verbund beizutreten. Sie möchten, so in einem Brief der beiden Bürgermeister an Ude, "die Standort-Qualitäten des Mittelzentrums Schongau-Peiting - gut ausgebildete und qualifizierte Arbeitskräfte, gutes Arbeitsklima und die schon bestehende Wirtschaftskraft durch Großfirmen wie Hoerbiger, Hirschvogel, UPM und EPT - einbringen" und erwarten durch die internationalen Aktivitäten der EMM im Gegenzug auch positive Auswirkungen auf unseren Raum.
Siehe auch: Antwort aus München
Gespräch zwischen SPD Kreistagsfraktion und dem BLSV Sportkreis 16 WM-SOG
Resümee: Mehr staatliches Geld für die Sportvereine - Sportvereine erfüllen gesellschaftliche Aufgaben und brauchen dafür finanzielle Unterstützung vom Land und vom Bund.
Die SPD Kreistagsfraktion und ihr Fraktionssprecher Dr. Friedrich Zeller hatten Vertreter des BLSV Sportkreises 16 eingeladen, um sich über die Arbeit der Sportfunktionäre im Kreis WM-SOG zu informieren. Deren vornehmliche Aufgabe ist die politische und sportpolitische Interessenvertretung des Sports, sowie die Förderung des Sports. In dem Gespräch wurde schnell deutlich, welche gesellschaftsrelevanten Leistungen die Sportvereine v.a. im Jugendbereich erbringen. In unserem Landkreis sind in allen Altersgruppen (vom Kleinkind bis zu den Alten) durchschnittlich gut dreißig Prozent der Bewohner in 124 Vereinen (45 verschiedene Fachsportarten von Aikido bis Wettkampfklettern) angemeldet. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung wird erwartet, dass die Mitgliederzahlen bei den Älteren in Zukunft noch steigen werden, während bei den Kindern und Jugendlichen bzw. Jungen Erwachsenen eine gewisse Sättigung erreicht ist
Die Problemfelder der Arbeit des Sportkreises liegen v.a. in der finanziellen Förderung des Sportes, seit die staatlichen Zuschüsse gedeckelt sind, die Aufgaben aber stetig zunehmen, gerade im Bereich "Schule nach 1". Bei der Sporthallenbelegung an Wochenenden, in Ferienzeiten und an Feiertagen baut der BLSV WM-SOG stets auf individuelle Lösungen vor Ort. "Die Jugendarbeit führt aufgrund der demographischen Entwicklung immer mehr zu Problemen, so wird es im Nachwuchsbereich bald zum notwendigen Zusammenschluss mehrerer Vereine kommen, um überhaupt noch Mannschaftssportarten anbieten zu können", so der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Hans M. Beinlich.
Abschließend bedankte sich der Fraktionssprecher Dr. Friedrich Zeller beim Vorsitzenden Bruno Beer für die Bereitschaft zum Gedankenaustausch. Die Kreisräte in ihrer Funktion als Bürgermeister bzw. Gemeinderat erhielten viel interessante Informationen über die Vereine und ihre Bedürfnisse, die nun in die tägliche kommunale Arbeit einfließen können. Die Kreisräte diskutierten besonders vehement die Situation im Schulsport, wo in der Vergangenheit flächendeckend Schulstunden gekürzt wurden. Man plädierte dafür, auch das Fach Gesundheitserziehung wieder in der Schule zu unterrichten, grade im Hinblick auf die vielen Medienberichte über zu dicke Kinder und ihre schlechten Essgewohnheiten. "Wir müssen es den Kindern in der Schule vermitteln, denn zuhause lernen sie es nicht mehr, so der Penzberger Bürgermeister Hans Mummert.
Bürgermeister Dr. Friedrich Zeller als Schirmherr
Festveranstaltung 30 Jahre Weißer Ring, 20 Jahre Außenstelle Weilheim-Schongau
Der Hilfe für Kriminalitätsopfer in vielfältiger Form hat sich der Weiße Ring schon seit 30 Jahren in Deutschland verschrieben. 1976 initiiert vom XY-Fernsehmann Eduard Zimmermann kümmert sich diese Organisation als einzige bundesweit um den Opferschutz.
Im festlich geschmückten Ballenhaussaal in Schongau konnte der Vorsitzende der Außenstelle Weilheim-Schongau des Weißen Rings, Herr Lorenz Haser, gut 100 Gäste zum Jubiläum 20 Jahre Außenstelle Weilheim-Schongau begrüßen. Umrahmt wurde die Geburtstagsfeier von zeitgenössischem Gitarrenspiel und Gesang von Johannes Priewich, Schüler des Gymnasiums Schongau.
Der 1. Bürgermeister Schongaus, Dr. Friedrich Zeller, sprach als Schirmherr der Veranstaltung den Anwesenden aus der Seele, als er bedauerte, dass in unserer heutigen Mediendemokratie der Täterschutz und das Interesse am Täter über den Opferschutz gestellt werden. An dem Beispiel des Mörders des jungen Jakob, der aus dem Gefängnis heraus eine Stiftung gründen will, um Gewaltopfern zu helfen, sprach Dr. Zeller deutliche Worte: "Da kümmert sich die Bürokratie darum, ob dieser Vorgang stiftungsrechtlich legal ist, obwohl doch jeder gesunde Menschenverstand eine solches Vorhaben nur ablehnen muss."
Alle Redner des Abends, darunter Rainer Schweiger, stellv. Landrat, sowie Dietmar Valentin, Leiter der Polizeidirektion WM-SOG, Reinhard Kelch, Leitender Regierungsdirektor des Zentrums Bayern Familie und Soziales, Region Oberbayern, und auch Dr. Helgard van Hüllen, Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstandes des Weißen Rings, wünschten der Organisation zu ihrem Geburtstag alles Gute und weiterhin viele solcher engagierten Mitglieder in Vorstand und Verein. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Polizeikräften wurde vielfach gelobt - hier ist die Nahtstelle der Organisation zu ihrer Klientel, den Opfern. Zum Abschluss dankte der Vereinsvorsitzende Haser mit Blumen und Geschenken seinen Vorstandsmitgliedern sowie den mithelfenden Organisatoren des gelungenen Abends. Nach dem Ende der Reden und der musikalischen Begleitung wurden alle Gäste ins Foyer bzw. den angrenzenden Saal zu einem Umtrunk mit kleinem Buffet gebeten, wo der Abend in geselliger Runde ausklang.
Erfrischender Auftakt im neuen SPD Regionalbüro
Segen von oben und von den Kirchen
Am Tag als der Regen kam freute sich, außer den Landwirten, den Hobbygärtnern und den Pollenallergikern, auch die Kreis-SPD. Sie hatte zur Eröffnung ihres neuen Regionalbüros in die Obere Stadt nach Weilheim eingeladen. An die 50 Besucher drängten sich, um die neuen Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen.
Der SPD-Kreisvorsitzende Dominic R. Scales erinnerte in seiner Rede an den Auftrag der Parteien an der politischen Meinungsbildung mitzuwirken. Heutzutage würde man in der zweiten Reihe nicht mehr wahrgenommen. Dies sei ein Grund dafür gewesen, das Regionalbüro aus einer Seitenstraße in Peißenberg in die Kreisstadt zu verlegen. Sozusagen "dahin wo das Leben tobt". Mit der neuen Geschäftstellenleiterin Gillian Pal und dem neuen Büro ergäbe sich eine gute Ausgangsposition für die Organisation der anstehenden Wahlkämpfe, von den Komunal-, Landtags- und Bezirkstagswahlen im kommenden Jahr bis zur Bundestags- und Europawahl 2009.
In ihren Grußworten überbrachten Dr. Friedrich Zeller, Vorsitzender der SPD-Kreisfraktion und 1. Bürgermeister in Schongau, 1. Bürgermeister Markus Loth, Weilheim, Klaus Barthel, MdB, und Ingo Remesch, SPD Vorsitzender und 2. Bürgermeister in Weilheim, jeweils ihre guten Wünsche für eine erfolgreiche Arbeit in den neuen Räumen. Klaus Barthel, der den Bundeswahlkreis als Bundestagsabgeordneter betreut, verwies auf die Wichtigkeit einer funktionierenden Geschäftsstelle, gerade angesichts der großen Ausdehnung des Wahlkreises, von der Loisach bis fast nach Augsburg.
Die ökumenische Segnung der Räume erfolgte durch Herrn Kaplan Jall von der katholischen und Herrn Pfarrer Maier von der evangelischen Kirche.
Bevor das reichhaltige kalte Buffet eröffnet wurde, bedankte sich die Geschäftstellenleiterin Gillian Pal bei all den fleißigen Umzugshelfern, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit mitgeholfen haben und natürlich bei der AsF, der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, die das kalte Buffet vorbereitet hatten.
Pünktlich zum Ende der Reden kam auch die Sonne heraus, so dass die Feier auch in das eigens aufgestellte Zelt vor dem Büro ausgedehnt werden konnte.
Foto (von links nach rechts): Bernhard Kamhuber, 1. Bürgermeister Huglfing, Ingo Remesch, 2. Bürgermeister Weilheim, Klaus Barthel, MdB, Markus Loth, 1. Bürgermeister Weilheim, Angelica Dullinger (Bundestagskandidatin), Dr. Friedrich Zeller, 1. Bürgermeister Schongau, Dominic R. Scales, SPD-Kreisvorsitzender, Gillian Pal, Leiterin der Geschäftsstelle (Fotos oben: Kurt Eisner, Willy Brandt)
Reaktionen der CSU auf SPD-Landratskandidaten:
Lügenvorwurf und Wählerschelte
Die CSU im Kreis verkündet: "Dr. Zeller will gar nicht Landrat werden, sondern in den Landtag", und "er ist auf der SPD Liste schon abgesichert". Alles Humbug. Politische Spekulationen über den Gegner sind natürlich spannend und lenken, im Falle der CSU, von derzeitigen Personalproblemen und inhaltlichen Schwächen ab. Sie geben zugleich Einblick in ihre eigene Taktik und Hinterfotzigkeit. Die CSU im Kreis findet es offensichtlich normal den Wähler zu täuschen und für ein Amt zu kandidieren obwohl man ein anderes anstrebt. Das nennen sie dann Risikominimierung. Interessant. Heißt das etwa, Herr Braun hätte eigentlich in den Landtag gewollt, ist aber dummerweise dann doch mit knapp 51% Landrat geworden? Ist Dr. Goppels Idee, Herrn Dobrindt zum Generalsekretär zu machen heimlich ausgeflaschelt worden, mit dem Ziel, Frau Dodell nach Berlin zu schicken, damit dann Ex-Landrat Braun nach verlorener Wahl zum Landtag kandidieren kann? Als eine Art großer Rochade? Fragen über Fragen. Aber völlig irrelevant. Landrat Braun wird sich auch ohne Hilfe der Kreis-SPD seine Gedanken machen.
Es ist das eine, wenn sich der Amtsinhaber für besser hält als den Herausforderer, unverschämt ist es aber, den designierten Landratskandidaten der SPD, Dr. Zeller, der Lüge und der Wählertäuschung zu bezichtigen.
Dr. Friedrich Zeller will Landrat werden. Dafür verzichtet er auf das Bürgermeisteramt in Schongau. Die Kreis-SPD geht mit Dr. Zeller davon aus, dass er die Wahl gewinnt und er unser nächster Landrat wird. Wenn er sagt, er habe kein zweites Eisen im Feuer, dann ist das so. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich ein Leben außerhalb der Politik vorstellen können.
Schongaus unterlegener CSU-Bürgermeisterkandidat betreibt dann gleich noch Wählerbeschimpfung, wenn er von 10 verlorenen Jahren für Schongau spricht. Schließlich waren die Wähler anderer Meinung und haben Dr. Friedrich Zeller mit über 58% in seinem Amt bestätigt. Das scheint die CSU und Herrn Huber hart getroffen zu haben. 10 verlorene Jahre? Da sollte sich Herr Huber an die eigene Nase fassen, bzw. an die eigene Fraktion wenden. Schließlich hat die SPD im Stadtrat ja nicht die Mehrheit.
In der SPD werden Kandidaturen nicht im Hinterzimmer ausgekartelt oder als Belohnung vergeben, sondern vor Ort von den zuständigen Gremien vorgeschlagen und von Delegierten gewählt. Derzeit laufen die Beratungen über die Landtagskandidatur im Kreis, in enger Abstimmung mit dem nördlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen, der zu unserem Wahlkreis gehört. Die SPD im Wahlkreis wird mit Namen noch vor der Kommunalwahl an die Öffentlichkeit gehen, um dem Vorwurf der Wählertäuschung den Wind aus den Segeln zu nehmen
Mit freundlichen Grüßen,
Dominic R. Scales
SPD Kreisvorsitzender und Kreisrat
Pressespiegel
Weilheimer Tagblatt, 24.7.2007
RESOLUTION ZUR ENERGEWENDE
Einigung in letzter Minute
Der Krestag hat sich bei seiner gestrigen Sitzung im Trachtenheim Huglfing in letzter Minute auf eine gemeinsame Resolution zur Energiewende geeinigt. Grundlage ist das Papier von CSU und Unabhängigen.
VON JOHANNES THOMA
Huglfing - SPD-Kreisrat Dominic R. Scales (Hohenpeißenberg) machte nach über zweistündiger, hitziger Debatte den entscheidenden Kompromissvorschlag: Die von CSU und Unabhängigen erarbeitete "Resolution zur Zukunft der Energie im Landkreis" wird um den Zusatz erweitert, "Orientiert an den Vorschlägen des Weitklimarates, soll das Ziel einer Reduzierung des C02-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 erreicht werden". Mit dem Zusatz der "Reduzierung um 40 Prozent", dem Ziel das auch die Bundesregierung vorgegeben hat, konnten sich dann auch SPD und Grüne anfreunden, sodass die Resolution einmütig verabschiedet wurde. Nach einem einmütigen Ja sah es lange Zeit nicht aus: SPD-Fraktionssprecher Dr. Friedrich Zeller sprach von einem "Wischiwaschi-Antrag", der äußerst unglücklich verschiedene Themen miteinander verquicke. Hauptkritikpunkt war auch das Verhalten der CSU im Vorfeld, so Zeller. Man habe das Thema nicht vorberaten, und erst jetzt bei der Kreistagssitzung lasse man Professor Wolfgang Seiler (Klimaexperte) und Dr. Stefan Emeis ("Initiativgruppe Pfaffenwinkel") zu Wort kommen - Letzteren sehr kurzfristig.
Gegen einzelne Punkte des Papiers wie Kauf eines Bioethanol-Dienstfahrzeugs, Forderung nach Ausbau der Bahnlinie Tutzing-Mittenwald oder Renaturierung eines Moores, sei nichts einzuwenden, allerdings fehle dem Papier das Visionäre: Die Vorschläge von SPD und Grünen haben als Grundlage die Wieser Resolution. Darin fordern die Unterzeichner, dass sich der Landkreis bis 2035 vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt.
"Die SPD bewegt sich keinen Millimeter. Sie wollen doch gar keine gemeinsame Erklärung", hatte CSU-Fraktionssprecherin Renate Dodell Zeller vor dem Kompromiss kritisiert. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass sie "keine Luftschlösser" bauen wolle und daher auf ein konkretes Datum verzichte. Die Unabhängigen erklärten namens ihres Sprechers Hans Geisenberger (Sachsenried), warum sie mit der CSU ein Papier erarbeitet hatten: Die gemeinsame Schnittmenge sei über der Schmerzgrenze. Das Thema sei eine "Überlebensfrage", da seien "wahltaktische Reflexe" unangebracht. Die Grünen kritisierten, dass die Bürger vorab nicht eingebunden worden seien, jetzt aber Agenda-Arbeit eingefordert werde.
Mit seiner Resolution zur Energiewende zieht Weilheim-Schongau gegenüber anderen Landkreisen im Oberland nach. Andere, wie Bad Tölz-Wolfrathausen haben indes weitergehende Erklärungen verabschiedet.
Nein zum Energiemanager
Auch nach der gemeinsamen Resolution gibt es in Energiefragen noch deutliche Meinungsunterschiede zwischen den Kreistagsfraktionen: Die Mehrheit von CSU und Unabhängigen lehnte im Anschluss an den Beschluss zur Resolution einen Antrag der Grünen ab, wonach der Landkreis die Stelle eines Regional- oder Energiemanagers schaffen soll. Auf zweifaches Nachfragen von Hans Schütz (Grüne) erklärte Landrat Luitpold Braun, dass die Stelle maximal für drei Jahre mit bis zu 50 Prozent von der EU bezuschusst würde. Braun sprach sich dafür aus, "fachliche Unterstützung von Fall zu Fall" einzukaufen. Friedrich Zeller (SPD) forderte nach der Ablehnung zumindest eine eigene Stabstelle am Landratsamt, die sich mit dem Thema "Energie" beschäftigen solle. Hans Geisenberger (Unabhängige) sagte, man solle das Thema wieder bei den Haushaltsberatungen aufgreifen. Positiv von allen Seiten wurde sein Vorschlag aufgenommen, einen Klimarat zu installieren. jt
Weilheimer Tagblatt, 23.7.2007
SPD NOMINERT LANDRATSKANDIDATEN
100 Prozent für Zeller
100 Prozent für Dr. Friedrich Zeller: Die Kreis-SPD hat am Samstagvormittag in Peißenberg Schongaus Bürgermeister einmütig zum Landratskandidaten nominiert.
VON JOHANNES THOMA
Peißenberg - Im kleinen Saal des Gasthofes "Post", der mit insgesamt 70 Kreistagskandidaten beziehungsweise Delegierten übervoll war, herrschte große Aufbruchstimmung: Zeller (41), so betonten mehrere Redner, sei der "richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort" als Herausforderer für Landrat Luitpold Braun (CSU). Zeller selbst sagte in Anlehnung an Willy Brandt, er wolle einen "neuen Politikstil wagen". Der Schongauer kritisierte Landrat und CSU-Fraktion wegen der "beschämenden Art", wie in Kreistag und Kreisausschuss mit Minderheiten umgegangen werde. Engagierten Bürgern werde dort genauso wie Kreisräten "mit Geschäftsordnungstricks das Wort abgewürgt". Als Beispiele nannte er die Diskussion um die Kreisstraße nach Burggen oder die Resolution zur Energiewende, die heute im Kreistag verabschiedet werden soll. "Es wird Zeit, dass wir endlich die verdammte CSU-Mehrheit brechen", so Zeller. Er übte auch Kritik an der Personalpolitik Brauns im Landratsamt: Dort gebe es kaum mehr jemanden in leitender Position, der nicht Mitglied der CSU sei.
Zellers Ziel sind 20 Sitze im Kreistag
"Modernes Management statt Spezlwirtschaft" wolle er in Kreistag und Landratsamt etablieren.
Als Ziel für die Kreistagswahlen am 2. März 2008 nannte er 20 Sitze. Bisher verfügt die SPD über 15 der insgesamt 60 Kreisräte. Zeller war der einzige Kandidat, er erhielt alle 40 Stimmen der Delegierten und nach Bekanntwerden des Ergebnisses langanhaltenden Applaus der Mitglieder im Stehen. Nachbar-Bürgermeister Michael Asam aus Peiting blieb es vor Dr behalten, "seinen Freund Frieder" vorzustellen: Zeller, in Memmingen geboren, war nach seinem Studium Stadtrat in Leipzig, ehe er 1996 für viele vollkommen überraschend zum Schongauer Bürgermeister gewählt wurde. Diesen Erfolg wiederholte er 2002. "Frieder mit seinem Schröder-Lächeln ist zu größerer Verantwortung prädestiniert", so Asam in seiner sehr persönlich gehaltenen Vorstellung.
Ein exaktes Wahlprogramm will die Kreis-SPD bis Herbst erarbeiten. Die Kreis-CSU will ihren Kandidaten am kommenden Donnerstag in der Weilheimer Stadthalle nominieren - einziger Bewerber ist bislang der seit 1996 amtierende Landrat Luitpold Braun. Braun war his dahin Schongauer Bürgermeister, auf ihn folgte sein jetziger Herausforderer. Um die Nachfolge Zellers in Schongau bewerben sich unter anderem Karl-Heinz Gerbl (SPD, Bürgermeister von Hohenfurch) und Brauns Sohn, Luitpold Braun junior.
KOMMENTAR
Aufbruch bei der SPD.
Peter Gebert? lhnen sagt der Name nichts (mehr)? Keine Schande, das war der Mann, den die SPD vor sechs Jahren gegen Landrat Braun ins Rennen geschickt hatte. Nichts gegen Gebert, aber da ist der Schongauer Bürgermeister schon von anderem politischen Kaliber. Der genauso selbstbewusst wie eloquent auftretende Zeller verzichtet auf den sicherlich weichen Schongauer Bürgermeister-Sessel, um ein Hirnmelfahrtskommando ohne Rückfahrschein anzugehen - nämlich den Amtsinhaber von der CSU aus dem Sattel zu heben.
Und das im von der CSU dominierten Oberland, auch noch in einem Landkreis, in dem Franz-Josef Strauß selbst Landrat war. Grö,ßenwahnsinnig? Na ja, zumindest sehr selbstbewusst. Aber allein mit der Nominierung Zellers, bei der viel von Aufbruchstimmung zu spüren war, ist der vor sich hin dümpelnden SPD ein Coup gelungen. Wenn überhaupt einer eine Chance gegen Braun hat, dann ist es Zeller - das weiß auch die CSU.
Schongauer Nachrichten, 5.2.2007
Amtlich: Gerbl wirft seinen Hut in den Ring
Ortsverein stellt Bürgermeisterkandidaten vor
Schongau – Seit gestern ist amtlich, womit in den letzten Tagen viele gerechnet haben: Karl-Heinz Gerbl, bis 2008 noch Rathaus-Chef in der Nachbargemeinde Hohenfurch, wirft zu den Bürgermeisterwahlen in Schongau seinen Hut in den Ring. Der SPD-Ortsverein hat ihn am Sonntag offiziell als Kandidaten vorgestellt. Vorsitzender Robert Bohrer verkündete mit Stolz, dass die Sozialdemokraten die erste Gruppierung seien, die offiziell einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 2. März 2008 präsentieren.
VON JOHANNES JAIS
Bei der SPD geht’s zurzeit Schlag auf Schlag. Die Nominierung Gerbls erfolgte nur sechs Tage, nachdem der bisherige Amtsinhaber Dr. Friedrich Zeller von der Weilheim-Schongauer SPD als Kandidat für die nächste Landratswahl benannt worden war. Der 40-Jährige Zeller wird Amtsinhaber Luitpold Braun herausfordern; es kommt damit zum Duell zweier Schongauer (wir berichteten am vergangenen Dienstag).
Auf Anfrage der SN-Redaktion bestätigte Karl-Heinz Gerbl gestern, dass vor zwei Wochen bereits Roland Heger, der Sprecher der Unabhängigen Wählervereinigung in Schongau, bei ihm angeklopft habe und ihn als Kandidaten für die Freien Wähler gewinnen wollte. Gerbl sagte dazu, er könne sich dies nur dann vorstellen, wenn SPD und UWV einen gemeinsamen Kandidaten benennen. Doch die UWV wolle einen eigenen Bewerber ins Rennen schicken.
Aus Hohenpeißenberg
Auch aus weiteren Gemeinden sind seitens der SPD Signale an Gerbl ausgesendet worden. Konkret ist damit die SPD Hohenpeißenberg gemeint. "Ja, wir haben Herrn Gerbl gefragt", bestätigte gestern Nachmittag Dominic Scales aus Hohenpeißenberg.
Im Fall seiner Wahl hat Gerbl angekündigt, in die Lechstadt umzuziehen. "Es wird sinnvoll sein, dass ich als Schongauer Bürgermeister auch in der Stadt wohne", erklärte er. Karl-Heinz Gerbl ist mit Ehefrau Joyce verheiratet; die beiden Kinder Melanie (16) und Alexander (14) gehen in Schongau zur Schule. Siehe die Rubrik "Zur Person".
Gerbl selbst sprach bei der Vorstellung am Sonntagmittag von einer „persönlichen Herausforderung, die mich stolz macht“. SPD-Ortsvereins-Chef Robert Bohrer brachte seinen Stolz darüber zum Ausdruck, "dass wir diesen Kandidaten haben". Bohrer hob vor allem dessen "ausgewiesene fachliche Kompetenz" hervor, aber auch die Fähigkeit, "Personal zu führen" und zudem, dass er "wunderbar auf die Leute zugehen kann". Freilich machte der Vorsitzende des Ortsvereines auch klar, dass es bis zu den Wahlen im März 2008 "noch ein langer und schwerer Weg ist".
Der amtierende Schongauer Bürgermeister stellte die Vita von Gerbl heraus. Dieser habe als Arbeiter begonnen und sich über zweiten und dritten Bildungsweg weit "durchgekämpft".
Weilheimer Tagblatt, 31.1.2007
Von Hohenfurch nach
Schongau?
Gerbl als SPD-Kandidat im Gesprach
Schongau - Karl-Heinz Gerbl ist als Bürgermeisterkandidat
für die die Schongauer SPD bei der Wahl im März 2008 im Gesprach. Der bisherige
Bürgermeister von Hohenfurch, der nächstes Jahr aufhören wird, auf Anfrage: "Das
ist sicherlich eine interessante Alternative für mich". Schongaus CSU-Ortsvorsitzender
Luitpold Braun junior ist davon überzeugt, dass die SPD mit Gerbl als
Spitzenkandidaten ins Rennen geht.
SPD-Ortsvereinschef Robert Bohrer dazu: "Ab
und zu sollte man auf die CSU hören". Eine Kontaktaufnahrne zwischen der
Schongauer SPD und Gerbl hat es (noch) nicht gegeben. Gerbl: "Die Initiative kann nicht von mir
ausgehen". Bohrer sagte, dass er selbst als Bürgerrneisterkandidat nicht
in Frage komme. "Ich bin nicht der Typ dafür."
Gerbl ist seit 1996 in der 1500 Einwohner zählenden
Gemeinde Hohenfurch Bürgermeister. Im April 2008 scheidet er aus diesem Amt
aus. Auf die Kandidatur für eine dritte Amtsperiode hat der 46-Jährige verzichtet
(wir berichteten). Grund dafür war der mehrheitliche Beschluss des
Gerneinderates, den Posten des Bürgerrneisters ab 2008 nur mehr nebenamtlich zu
besetzen. jj
Karl-Heinz Gerbl
Weilheimer Tagblatt, 31.1.2007
Braun über Zeller:
"Ich bin der Bessere"
Landrat gibt sich optimistisch – Spannende Wahl erwartet
Landkreis — "Ich bin vielleicht ein bisschen weniger überrascht, als manche glauben." Betont gelassen reagierte Landrat Luitpold Braun (CSU) auf die Nachricht, dass Dr. Friedrich Zeller bei der Landtagswahl am 2. März 2008 gegen ihn antreten wird (wir berichteten). "Ich glaube, dass Zeller keine Chance hat. Ich bin der Bessere." Braun ist überzeugt, dass Zeller der ja nicht wieder als Schongauer Bürgermeister-Kandidat antreten wird, sehr wohl eine Rückversicherung hat. Bei einer Niederlage werde Zeller bei den Landtagswahlen im September 2008 für die SPD im hiesigen Stimmkreis ins Rennen gehen. Der Bekanntheitgrad, den er durch seine Landratskandidatur gewonnen haben wird, werde ihm bei den Erst- und Zweitstimmen helfen, eventuell über die Liste für die SPD in den Landtag einzuziehen. Dass Zeller sich gegen die CSU-Landtagsabgeordnete Renate Dodell durchsetzen wird, hält Braun für ausgeschlossen.
Seinem Nachfolger Zeller im Amt des Schongauer Bürgermeisters attestiert Braun "eine durchwachsene Bilanz". "Sehr ordentlich" fand Braun, seit 1996 Landrat vorher 13 Jahre Schongauer Bürgerrneister, dass ihn sein Herausforderer noch am Montagabend angerufen und ihn über seine Kandidatur informiert habe. Zusätzliche Brisanz bekommt die Kandidatur Zellers durch die Tatsache, dass in Schongau Luitpold Braun jun. für die CSU als Bürgermeister-Kandidat ins Rennen gehen wird.
Für Hans Geisenberger aus Sachsenried, Fraktionssprecher der Unabhängigen im Kreistag, wird die nächste Wahl wesentlich spannender als die letzte. "Zeller ist ein Sieger-Typ", sagt Geisenberger. "Ich traue Dr. Zeller aber zu, dass er gewinnen kann", so der Unabhängigen-Sprecher, der auf die politische Wetterlage in Bayern ("Niedergang der CSU") verweist.
Ob die Unabhängigen 2008 einen eigenen Landratskandidaten stellen? Geisenberger: Das Für und Wider werde derzeit abgewogen. Das Ergebnis wird Anfang März, bekannt gegeben.
Mit Spannung sieht auch Renate Müller aus Schongau, Fraktionssprecherin der Grünen im Kreistag, den nächsten Monaten bis zur Wahl entgegen. Ob sie einen eigenen Landratskandidaten präsentieren, "darüber ist überhaupt noch nicht geredet worden", teilte Müller mit. jt/mg
WEITERE REAKTIONEN
Paul Huber, stellvertretender Bürgermeister von Schongau (CSU); "Ich bin froh, wenn er weg ist."
Dr. Franz Twardy (SPD-Stadtrat): "Bravo, ich begrüße
das und wunsche mir noch mehr so Änderungen in der Politik,
die wir im Landkreis bisher erdulden müssen."
Peter Blüm (CSU-Sprecher im Stadtrat); "So überrascht
bin ich nicht. Wir müssen schauen, dass Schongau wieder einen
CSU Bürgermeister bekommt."
Helmut Schmidbauer (CSU Stadtrat und 1996 gegen Zeller als
Bürgemeister-Kandidat unterlegen): "Das ist Seine Sache, und
ob er sich dabei Chancen ausrechnen kann, muss er selber wissen."
Siegfried Müller (Stadtrat Alternative Liste); "Ein mutiger Schritt."
Weilheimer Tagblatt, 30.1.2007
Zeller gibt Bürgermeisteramt auf und fordet Landrat Braun heraus
SPD stellt Kandidaten vor - Lob für "mutige Entscheidung"
VON JOHANNES THOMA

Nicht alltäglich bei der SPD — Optimismus versprühten gestern (von links): Kreisvorsitzender Dominic R. Scales, Dr. Friedrich Zeller und Fraktionssprecher Hans Mummert am Marienplatz. Foto: Gronau
Weilheim — Dr. Friedrich Zeller (SPD) will Landrat von
Weilheim-Schongau werden. Das gab der Schongauer Bürgermeister
am gestrigen Montagnachmittag bei einer Pressekonferenz in Weilheim
bekannt. Zeller wird daher auch nicht mehr als Schongauer
Bürgermeister-Kandidat ins Rennen gehen. "Ich will einen neuen
Schritt wagen, ich gehe davon aus, dass ich gewinne", so Zeller gestern
über seine Kandidatur am 2. März 2008 gegen
Amtsinhaber Luitpold Braun (CSU).
Stolz (wegen des überraschenden Coups) und Optimismus bezüglich der Wahl in 13 Monaten waren am gestrigen Montagnachmittag bei der Pressekonferenz im Hotel "Vollmann" die beherrschenden Gefühle in der SPD-Kreisvorstandschaft.
Sowohl Vorsitzender Dominic R. Scales als auch Kreisrat Hans Peter Schäfer (Peißenberg) und Penzbergs Bürgermeister Hans Mummert, Fraktionssprecher im Kreistag, lobten die ihrer Ansicht nach mutige Entscheidung Zellers: Verliert er die Wahl, steht er am 1. Mai 2008 ohne Job da. "Ich setze auf em Pferd, ich habe kein zweites Eisen im Feuer", so der 40-Jahrige. "Zeller gibt eine gmahde Wiesn auf", so Schäfer, der überzeugt ist, dass Zeller zum dritten Mal zum Schongauer Bürgermeister gewählt worden wäre. "Jetzt verlieren wir einen sehr guten Bürgermeister und bekommen einen sehr guten Landrat", so Schäfer.
Zeller war im März 1996 völlig überraschend zum Bürgermeister Schongaus gewählt worden, Amtsvorgänger Braun, der damals ebenfalls nicht mehr als Bürgermeister angetreten war, setzte sich zwei Wochen später bei der Stichwahl mit rund zwei Prozent Vorsprung gegen Inge Hecht (Raisting) durch und wurde Landrat. Braun und Zeller verbindet seitdem ein denkbar schlechtes Verhältnis. Für den dreifachen Familienvater Zeller ist Braun der "ideale Gegenkandidat, weil er von der Persönlichkeit her ganz anders strukturiert ist". Das glaubt auch Michael Asam, Kreisrat und Bürgermeister von Peiting: "Zeller wird ganz andere Wählerschichten ansprechen — vom Kindergartenkind bis zum 90-Jährigen." Mummert kündigte an, dass sich die Kreistagsfraktion in den nächsten Tagen darüber Gedanken machen werde, ob Zeller nicht den Vorsitz von ihm übernehmen soll.
Die Überraschung über seinen Verzicht aufs Bürgermeisteramt kann Zeller nicht so ganz nachvollziehen. Schließlich habe Braun dasselbe vor zwölf Jahren auch getan. "Mit 40 bin ich noch jung, ich will etwas Neues wagen", so Zeller weiter, der von einem Erfolg überzeugt ist und sich selbst als Kandidat in Spiel gebracht hat — "noch bevor ich ihn fragen konnte", so Kreisvorsitzender Scales.
Zeller ist gebürtiger Memminger. Nach seinem Studium war er Stadtrat in Leipzig, ehe er in Schongau antrat. Braun war gestern für eine Stellungnahme nicht mehr erreichbar.
Weilheimer Tagblatt, 30.1.2007

Wechsel an der Spitze: Jutta Geldsetzer führt Peißenberger SPD
VON ANDREAS BAAR
Peißenberg - Frauen-Power bei der Peißenberger SPD: Der Ortsverein wird nach der Mitgliederversammlung von zwei Genossinnen geführt: Jutta Geldsetzer löste als Vorsitzende Claudia Groll ab, Ursula Einberger ist ihre Stellvertreterin. Optimismus vor der Wahl 2008 prägte die Veranstaltung: "Wir haben noch nie so gute Chancen gehabt", so Groll.
Wenn jemand in seinem Amt aufhört, gibt es in der Regel ein Präsent und warme Worte. Auch bei der SPD: Als Claudia Groll im Café "Fischer" zum letzten Mal als Ortsvorsitzende ans Rednerpult getreten war — sie legte aus persönlichen Gründen ihr Amt nieder - gab es Lob vom SPD-Kreisvorsitzenden Dominic Scales und eine Flasche Rotwein. Aus Rheinland-Pfalz, "wo Kurt Beck es geschafft hat, die Schwarzen zu dezimieren". Überhaupt gehen die Peißenberger Sozialdemokraten zuversichtlich in die Rathaus-Wahl. Groll: "Wir haben gute Chancen." Allerdings, mahnte sie, brauche es dafür Unterstützung: "Der Vorstand kann nicht alles allein machen."
In das Rennen um Sitze im Marktrat und die Nachfolge des nicht mehr antretenden Bürgermeisters Hermann Schnitzer (CSU) startet der SPD-Ortsverein mit einer weiblichen Doppelspitze: Jutta Geldsetzer (46) wurde von den 28 Anwesenden emstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt. Ursula Einberger (45) folgte Dr. Klaus Geldsetzer als Stellvertreter. "Es gibt viel zu tun", nahm Jutta Geldsetzer nach der Wahl die Mitglieder in die Pflicht. Allerdings könne sie "noch nicht viel sagen", hielt sie sich mit inhaltlichen Aussagen zurück. "Gedanken machen" werde man sich in der nächsten Vorstandssitzung. Geplant seien unter anderem Aktionen wie der Kinderfasching. Ehrenvorsitzender Matthias Führler mahnte: "Bemüht Euch nicht nur um die Jüngeren, sondern um alle, die in der Mitte des Lebens stehen."
Der neue Vorstand: Jutta Geldsetzer (Vorsitzende), Ursula Einberger (Stellvertreterin), Robert Halbritter (Kassier), Karin Leibold-Streicher (Schriftführerin) sowie Klaus Geldsetzer, Hans Schmidt, Hans Streicher, Hans Peter Schafer, Werner Kreutterer und Peter Blome (Beistzer). Revisoren: Georg Niedermaier und Thomas Bieringer.
Weilheimer Tagblatt, 22.1.2007
Zwischen roten Fähnchen und weißen Rosen
Stoiber, Bildungspolitik und "Saupreißn" bei SPD-Neujahrsempfang in Weilheim
Weilheim — Der Treppenaufgang zum Foyer des Stadttheaters war dem Anlass entsprechend mit einer SPD-Fähnchengirlande geschmückt. Auf den wenigen Stehtischen standen zwar keine roten Nelken, dafur weiße Rosen — und ein gelber Zettel mit der Bitte, die Dekoration nicht mitzunehmen. Farbenfroh und gut gelaunt ging es beim Jahresempfang der Weilheimer SPD am gestrigen Sonntag zu. Für gute Stimmung und Motivation für die kommenden Wahlen sorgte nicht zuletzt Florian Pronold, Vorsitzender der bayerischen SPD-Landesgruppe im Bundestag, der aus Regensburg gekommen war.
Mit dem tiefen Fall Edmund Stoibers beschäftigten sich auch die Genossen, die vom Ortsvorsitzenden und zweitem Bürgermeister Ingo Remesch begrüßt wurden. "Der Mann hat’s nicht verdient, dass man so schäbig mit ihm umgeht", sagte Dr. Friedrich Zeller, Bürgermeister von Schongau und stellvertretender Kreisfraktionsvorsitzender. Er sei selbst erschrocken, wie brutal Politik sein könne. Nichtsdestotrotz habe Stoiber Fehler wie die Einziehung der Teilhauptschulen oder die Einführung des Büchergeldes gemacht. Nicht verhehlen wollte Pronold, dass er sich in bisschen gefreut habe über "den Sturm in Kreuth". Und der Jahresempfang des Ministerprasidenten sei ihm vorgekommen wie "Teil eins von die Schöne und das Biest". 1600 Menschen hätten Stoiber die Hand geschüttelt und ihm gesagt "guat hamses g’macht". Und zwei Meter weiter habe es dann geheißen "der ist am Ende".
Pronold sprach sich auch für frühzeitige Landtags-Neuwahlen aus, schließlich sei der Ministerpräsident unter falschen Voraussetzungen gewählt worden: "Die Brutusse, die von hinten, vorne und der Seite zugestochen haben, wollen jetzt den Cäsar machen." Kreisvorsitzender Dominic R. Scales war sich sicher, dass die SPD bei der nächsten Landtagswahl sehr gut abschneiden werde. Die schwarze Bildungspolitik wurde ebenfalls nicht verschont, in keinem anderen Bundesland hänge die Bildung so stark vorn Geldbeutel ab. "Wir müssen ja schon Saupreißn importieren, um Studienplätze zu besetzen”, so der Bundestagsabgeordnete.
Bei der Ortspolitik beließ es Fraktionssprecher Gerhard
Trautinger. Der Stadtrat wünschte sich eine gedeihliche
Zusammenarbeit der Fraktionen für eine Umgehung. Der
Kommunalwahlkampf solle dabei keine
Rolle spielen. Trautinger bedauerte weiterhin, dass er aus der Presse
die Zahlen des Stadtbusses erfahren habe und nicht zuvor informiert
worden sei. "Es war ja die Fraktion, die für die
Weiterführung war."
- Thomas Dorsch

Für gute Stimmung beim SPD-Neujahrsempfang sorgten auch (am Tisch v.1.) Schongaus Bürgermeister Dr. Friedrich Zeller, Weilheims 2. Bürgermeister Ingo Remesch und Florian Pronold. Foto: Gronau


